Gartentherapie Ausbildung – Die Inhalte

Ausbildung in Erfurt

Seminarinhalte Kurs 2021/22

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Seminarblock 1

  • Einführung in die Gartentherapie und medizinische Grundlagen
  • Der Bewegungsappart in Theorie und Praxis
  • Gartentherapeutische Umsetzung von Bewegungsabläufen in der Praxis (Gärtnerei)

Welche Aufgaben hat ein Gartentherapeut?
Im Fokus der Stoffeinheit stehen die Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen eines Therapeuten, sowie der Garten als therapeutisches Mittel.
Im 2. Teil geht es um die Vermittlung von medizinischen Grundbegriffen.

Erkrankungen des Bewegungsapparates sind ein wichtiges Arbeitsgebiet des Gartentherapeuten. Im 2. Seminarblock werden Grundkenntnisse von Krankheitsbildern sowie der therapeutische Umgang mit diesen Klienten gelehrt.

Im praktischen Teil werden Bewegungsabläufe speziell für die Krankheitsbilder Apoplexie und Schmerzpatient analysiert und deren gezielter Einsatz in der Gartentherapie besprochen und umgesetzt

 

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Seminarblock 2

  • Sinnesorgane – Funktion und Bedeutung in der Gartentherapie – Der Sinnesgarten
  • Der Sinnesgarten – Gärtnerische Arbeitsabläufe therapeutisch einsetzen – Teil 1
  • Der Sinnesgarten – Gärtnerische Arbeitsabläufe therapeutisch einsetzen – Teil 2

Die Förderung der Sinneswahrnehmung sind zentraler Bestandteil für die Arbeit eines Gartentherapeuten. Es werden Grundlagen in der
Anatomie und Physiologie der Sinnesorgane des Menschen vermittelt. Ver¬bunden wird diese Stoffeinheit mit praktischen und therapeutischen Übungen.

Der zweitätige Praxisteil in der Gärtnerei bringt den Teilnehmern Kenntnisse und Fertigkeiten für das Anlegen von Sinnesgärten, Hochbeeten oder Kräuterspiralen ect. nahe.

Neben der praktischen Umsetzung von Arbeitsabläufen und Arbeitstechniken, werden auch Pflanzenkenntnisse und der therapeutische Umgang mit Pflanzen vermittelt.

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Seminarblock 3

  • Gartentherapie mit Kindern – Projekttag
  • Präventive Gartentherapie mit Kindern
  • Gartentherapeutische Prozesse – Therapiepläne erstellen

Die gartentherapeutische Prävention ist gerade bei Kindern ein sinnvolles Betätigungsfeld des Gartentherapeuten. Gemeinsam mit ihnen
verbringen die Teilnehmer einen Vormittag, um anhand einzelner Projekte Erfahrungen im Umgang mit Kindern zu sammeln.
Im Anschluss erfahren wir etwas über Möglichkeiten der Umsetzung von Therapiegärten in Kleingärten.

Was sind gartentherapeutische Prozesse, wie sollten diese optimal ablaufen und gestaltet werden? Diese Fragen werden im Seminar
behandelt um die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, therapeutisch zu arbeiten und Therapiepläne zu erstellen, da diese grundlegendes Arbeitsmaterialien jedes Therapeuten sein sollten.

 

Elemente der Landschaftsarchitektur werden in diesem Modul mit Gartenbau und therapeutischen Ansätzen verknüpft. Die Seminarteilnehmer planen Nasch- und Nutzgärten, Duft- und Tastgärten, Jahreszeiten- und Ziergärten. Die Studenten gestalten und planen nach gesetzlichen Vorgaben barrierefreie Gärten für den Reha – Bereich

Die Verarbeitung von Gemüse und Früchten aus Nutzgärtnen kann auch gartentherapeutisch genutzt werden. Dafür sind grundlegende Kenntnisse der Ernährungsmedizin wichtig. Das Seminar vermittelt, die Grundlagen der Verdauung, wie sich unsere Nahrung zusammensetzt und ernährungsbedingte Erkrankungen.

 

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Seminarblock 4

Exkursion zum Thema:
– Therapiegärten in Thüringen
– Pflanzen und Kräuter in der Gartentherapie

Wir besuchen unterschiedliche Orte in der Umgebung, um verschiedene Möglichkeiten kennenzulernen, in denen Gartentherapeuten tätig werden können. In dieser Exkursion werden die Teilnehmer auch praktische Erfahrungen zum Thema Kräuterkunde und –anwendung mit allen Sinnen erfahren.

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Seminarblock 5

  • Kunsttherapie
  • Therapeutischer Einsatz von Ton
  • Tag 3 – Teil 1: Kunsttherapie in der Natur – Landart
  • Tag 3 – Teil 2: Urbanes Gärtnern, Minigärten &Co

Die Einbeziehung der Kunsttherapie ist ein wichtiges und sinnvolles Mittel in der Gartentherapie. Am Beginn dieser Stoffeinheit stehen die theoretischen Grundlagen dafür.

Anschließend erleben wir den Umgang mit Ton und Naturmaterialien.

Die Landart ist spätestens seit Andy Goldsworthy auch aus Therapie nicht mehr wegzudenken. Die Seminarteilnehmer erlernen die spielerische Arbeit mit und in der Natur.

Immer mehr wird Urbanes Gärtnern auch therapeutisch eingesetzt. Die Teilnehmer erlernen unterschiedliche Methoden, mobile Gärten zu installieren und zu errichten. Von ganz klein bis groß.

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Seminarblock 6

  • Wie funktioniert unser Nervensystem – Grundlagen Anatomie/Physiologie
  • Tag 2 – Teil 1: Innenraumbegrünung / Terrassenbegrünung in therapeutischen Einrichtungen
  • Tag 2 – Teil 2: Gartentherapie von Bettlägerigen
  • Krankheitsbilder verstehen – ausgewählte Krankheitsbilder für gartentherapeutische Intervention

Das Nervensystem steuert alle inneren Organe durch das Vegetative Nervensystem. Des Weiteren dient es der Aufnahme und Weiterleitung von Reizen aus der Umwelt durch die Sinnesorgane. Die Teilnehmer erlernen die Anatomie/ Physiolgie des Nervensystems, um Abläufe und evt. Krankheiten einzuschätzen und in ihrer Arbeit zu berücksichtigen.

Neben medizinischen Therapiegründen sind es zunehmend gesellschaftliche und sozialbedingte Krankheitsbilder, die neben den klassischen Behandlungsmöglichkeiten, den Einsatz neuer therapeutischer Strategien sinnvoll machen

Um Menschen erfolgreich therapieren zu können, sind fundierte Kenntnisse charakteristischer Krankheitsbilder unerlässlich. Dazu gehören Erkrankungen des Nervensystems ebenso wie psychische Erkrankungen. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über einige wichtige Krankheitsbilder und bekommen fundierte praktische Anleitungen zum gartentherapeutischen Umgang mit diesen Menschen.

Wie kann Innenraumbegrünung bzw. Terassenbegrünung therapeutisch genutzt werden, ist die zentrale Frage dieses Moduls. Wir werden in einer medizinischen Einrichtung dieser Frage nachgehen.

Therapiearbeit mit mobilem Grün kommt vor allem in stationären pflegerischen Bereichen zum Tragen.
Ein Schwerpunkt dieses Moduls ist u.a. die gartentherapeutische Aktivierung von bettlägerigen Klienten.

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Seminarblock 7

  • Botanik und Phytotherapie – Pflanzen als therapeutische Mittel: Heilpflanzen in der Gartentherapie
  • Krankheitsbilder praxisnah: Demenz, ADHS, Burnout in der gartentherapeutischen Intervention
  • Einführung in die Psychologie und Gesprächsführung

In diesem Modul werden Kenntnisse in Phythotherapie vermittelt. Im Fokus stehen Duft-, Heil- und Würzpflanzen mit ihren spezifischen Inhaltsstoffen und Heilwirkungen, sowie deren therapeutische Einsatzmöglichkeiten.

Die Phytotherapie gehört zu den ältesten Therapieverfahren der Menschheit. Blätter, Blüten, Stängel, Wurzeln und Früchte werden zu Arzneimitteln verarbeitet. Geschätzt werden diese pflanzlichen Medikamente vor allem wegen ihrer guten Verträg-lichkeit und den vergleichsweise geringen Neben-wirkungen.

Die bereits vermittelten Krankheitsbilder, werden in diesem Modul praxisnah umgesetzt. In Gruppenarbeiten werden die Teilnehmer verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, mit Klienten gartentherapeutisch zu arbeiten.

Das therapeutische Gespräch ist spielt eine zentrale Rolle in jeder Therapiestunde. Im Seminar werden dazu die Grundlagen gelegt
Das erlernte Wissen umzusetzen ist natürlich Ziel jeder Ausbildung. Wir bereiten thematisch und praktisch einen Einsatz in einer Pflegeinrichtung vor und trainieren im Vorfeld die einzelnen Arbeitsschritte.

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Seminarblock 8

  • Tag 1 – Teil1: Prävention in der Gartentherapie
  • Tag 1 – Teil2: Intervention und Motivation
  • Der Garten als Raum für therapeutische Freiraumplanung (Grundlagen für den Aufbau eines Therapiegartens)
  • Ernährungsmedizin in der Gartentherapie (mit allen Sinnen genießen)

Grundlagen der Prävention sowie Ansätze zur Konfliktlösung im therapeutischen Raum und Fragen der Motivation von Klienten bilden den Inhalt des ersten Moduls.

Elemente der Landschaftsarchitektur werden in diesem Modul mit Gartenbau und therapeutischen Ansätzen verknüpft. Die Seminarteilnehmer planen Nasch- und Nutzgärten, Duft- und Tastgärten, Jahreszeiten- und Ziergärten. Die Studenten gestalten und planen nach gesetzlichen Vorgaben barrierefreie Gärten für den Reha – Bereich

Unsere Ernährung ist die Grundlage für ein gesundes Leben. Gartentherapeutisch kann die Verarbeitung von Gemüse und Früchten aus Nutzgärtnen auch mir allen Sinnen genutzt werden.
Dafür sind grundlegende Kenntnisse der Ernährungsmedizin wichtig. Das Seminar vermittelt, die Grundlagen dazu: wie setzt sich unsere Nahrung zusammen und wie kann man ernährungsbedingte Erkrankungen vermeiden.

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Seminarblock 9

  • Tag 1 – Teil 1: Prüfungsvorbereitung
  • Tag 1 – Teil 2: Aromatherapie,Tee, Salben &Co in der Gartentherapie
  • Notfallmedizin für den Gartentherapeuten
  • Gartentherapie im Jahreskreis und Fest-und Feiergestaltung – Praktische Einheiten

Da sich die Ausbildung langsam dem Ende nähert, erhalten die Teilnehmer Hinweise auf die Abschlussprüfung.
Diese besteht in der Verteidigung der Hausarbeit, die in den Monaten zuvor erarbeitet wurde.
Für die schriftliche Prüfung erhalten die Teilnehmer Schwerpunkte und es erfolgt eine Vorbereitung auf den praktischen Teil der Abschlussprüfung

Das Modul wird abgerundet mit einer theoretischen und praktischen Einführung in die Aroma- und Teetherapie sowie das Anfertigen von Kräutermittel.

Wie reagiere ich im Notfall?
Bei der Arbeit mit Menschen gerade im Außenbereich kann es immer wieder zu Unfällen und Notsituationen kommen. Hier ist ihre richtige Handlungsweise gefragt

 Gartentherapie ist zu allen Jahreszeiten möglich. Die Teilnehmer erstellen gemeinsam eine umfangreiche Ideensammlung, die die Jahreszeiten aber auch Feste und Feiern berücksichtig. Rituale sind feste Bestandteile unseres Lebens und prägen uns. Daher ist es wichtig, sie auch in die therapeutische Arbeit mit einzubeziehen. Gemeinsam nähern wir uns dem Thema Gartentherapie in der Trauerarbeit.

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Seminarblock 10

  • Praktische Prüfung einer Therapieeinheit / Verteidigung Hausarbeit ( 5 Absolventen)
  • Schriftliche Prüfung / Verteidigung der Hausarbeit ( 9 Absolventen)
  • Marketing / Strategien / Kommunikation / Fördermittel

Die praktische Prüfung wird stationär in einer Einrichtung durchgeführt ( soweit möglich) und demonstriert die praktischen Umsetzung des Erlernten.

 Die Abschlussarbeiten befassen sich schwerpunktmäßig mit einer eigenen Konzeption eines Therapiegartens. Die Studenten beleuchten die unterschiedlichen Ansatzpunkte der Therapie-Einrichtungen und vernetzen ihr Wissen in Vorträgen und Gruppendiskussionen.

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer schriftlichen Prüfung und der Verteidigung der Hausarbeit vor der Prüfungskommission.

 Im Marketingteil sollen die Studenten das erlernte Wissen umsetzen. Sie entwickeln Strategien und Konzepte, um sich auf dem freien Markt zu positionieren.
Sie erhalten ein Coaching zum Thema Verkaufstraining sowie die Präsentation ihrer Gartentherapeutischen Angebote.

Lassen Sie uns gemeinsam in Richtung Zukunft starten.