Gartentherapie Ausbildung

Ausbildungsinhalte

Ausbildung in Erfurt

Welche Inhalte werden in der Ausbildung vermittelt ?

Einführung in die Gartentherapie

  • Wie hat sich die Gartentherapie entwickelt?
  • Wie sehen die Einsatzmöglichkeiten eines/r Gartentherapeuten*in aus?
  • Welche Aufgaben hat ein/e Gartentherapeut*in?

Im Fokus der Stoffeinheit stehen die Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen eines Therapeuten, sowie der Garten als therapeutisches Mittel.
Gleichzeitig werden erste medizinische Grundkenntnisse vermittelt, um speziell Fachtermini besser zu verstehen

Von Kopf bis Fuß – der Bewegungsapparat in Theorie und Praxis

Kenntnisse von Krankheitsbildern des Bewegungsapparates auf Grund von Unfällen, Apoplex oder chronischen Erkrankungen sind vor allem für Gartentherapeuten*innen, die in Rehabilitationsbereich arbeiten möchten notwendig. Die Umsetzung von Bewegungsabläufen wird anschließend in der Gärtnerei praktisch trainiert. Übungen im Rollstuhl sowie mit speziellen ergonomischen Arbeitsgeräten gehören ebenfalls dazu.


Ganz von Sinnen – oder wie wichtig sind Sinnesorgane in der Gartentherapie

Planung von Sinnesgärten

  • Welche Sinne hat der Mensch ?
  • Wie können wir unsere Sinne schulen und aktivieren ?
  • Welche Rolle spielt dabei die Gartentherapie ?
    Diesen Fragen gehen wir nach, indem wir zum Einen die Grundlagen von Anatomie und Physiologie der Sinnesorgane vermitteln.Um die Gestaltung von Sinnesgärten, um Kenntnisse von geeigneten Pflanzen für die Sinnesschulung und die Förderung der Sinneswahrnehmung geht es im praktischen Teil der Ausbildung.

Präventive Gartentherapie mit Kindern – naturnahe therapeutische Ansätze für Kinder

Um Gesundheit zu erhalten und Krankheiten vorzubeugen werden die Grundlagen schon im Kindesalter gelegt. Die Gartentherapie kann hierbei eine ganz zentrale Rolle spielen. Wir möchten die unterschiedlichen Möglichkeiten anhand vieler Beispiele vermitteln und diese mit einer Kindergruppe praktisch umsetzen.

Ihre Gartenthrapie Ausbildung im Herzen Deutschlands

Gartentherapeutische Prozesse – Erarbeitung und Erstellung eines Therapieplans

Neben medizinischen Therapiegründen sind es zunehmend gesellschaftliche und sozialbedingte Krankheitsbilder, die neben den klassischen Behandlungsmöglichkeiten, den Einsatz neuer therapeutischer Strategien sinnvoll machen.
Therapiepläne sind grundlegende Arbeitsmaterialien jedes Therapeuten. In diesem Modul werden die Teilnehmer*innen befähigt, diese zu erstellen.

Exkursion (wird individuell geplant)

Exkursionen dienen dazu, Projekte, Konzepte und deren praktische Umsetzungen kennenzulernen, um eigene Ideenfür die spätere Tätigkeit zu sammeln.
Dazu haben wir in Thüringen verschiedene Einrichtungen und Gärtnereien ausgewählt, von denen wir überzeugt sind, dass diese unseren Vorstellungen für offene, ökologische und/oder humanistische Ideen besonders umgesetzt haben.

Kunsttherapie

Therapeutischer Einsatz von Ton

LandArt oder die Lust am Gestalten

Die Einbeziehung der Kunsttherapie ist ein wichtiges und sinnvolles Mittel in der Gartentherapie. Am Beginn dieser Stoffeinheit stehen die theoretischen Grundlagen und das Arbeiten mit Farben.

Im praktischen Teil wird der Umgang mit Ton und Naturmaterialien im therapeutischen Umfeld angewendet.

Die LandArt ist spätestens seit Andy Goldsworthy auch aus therapeutischer Ansatz nicht mehr wegzudenken. Die Teilnehmer*innen trainieren die spielerische Arbeit mit und in der Natur.

Anatomie und Physiologie des Nervensystems

Ausgewählte Krankheitsbilder erkennen und verstehen

Um Menschen erfolgreich therapieren zu können, sind fundierte Kenntnisse charakteristischer Krankheitsbilder unerlässlich. Dazu gehören Erkrankungen des Nervensystems ebenso wie psychische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen oder Erkrankungen des Immunsystems. Gerade diese sogenannten Zivilisationserkrankungen nehmen in den letzten Jahren rasant zu, daher ist es wichtig diese zu kennen und zu verstehen.

Der Natur Raum geben – Dem Menschen Natur geben

Innenraumbegrünung

Terassenbegrünung in therapeutischen Einrichtungen

Der Kern des Moduls besteht darin, die Frage zu klären, wie Pflanzen in Innenräumen therapeutisch eingesetzt werden bzw. welche Besonderheiten für grüne Flächen im Innenbereich berücksichtigt werden müssen und wie die Wahrnehmung und das Erleben in ihnen, im Gegensatz zum Außenraum funktioniert. Therapiearbeit mit mobilem Grün kommt vor allem in stationären und pflegerischen Bereichen zum Tragen.
Terassenbegrünung in der Gartentherapie ist für Menschen, die wenig mobil sind oder für Einrichtungen, die über keinen Garten verfügen eine gute Alternative. Auch hier spielt die Auswahl geeigneter Pflanzen eine wichtige Rolle.

Gartentherapie für bettlägerige Patienten

Gartentherapeutische Interventionen sind auch für bettlägerige Menschen geeignet. Welche Möglichkeiten es hierfür gibt, welche Mittel und Voraussetzungen geschaffen werden müssen, erfahren die Teilnehmer*innen diesem Modul.

Botanik und Phytotherapie

Pflanzen als therapeutische Mittel oder es ist für Alles ein Kraut gewachsen

In diesem Modul werden Kenntnisse in Botanik vermittelt. Im Fokus stehen Duft-, Heil- ­und Würzpflanzen mit ihren spezifischen Inhaltsstoffen und Heilwirkungen, sowie deren therapeutische Einsatzmöglichkeiten. Ergänzt wird das Modul mit Einblicken in die Pflanzenheilkunde und die spirituelle Wirkung von Pflanzen.
Die Phytotherapie gehört zu den ältesten Therapie­verfahren der Menschheit. Blätter, Blüten, Stängel, Wurzeln und Früchte werden zu Arzneimitteln verarbeitet, haben aber auch als gartentherapeutisches Medium Potenzial.

Krankheitsbilder praxisnah – entspannt statt ausgebrannt

Die Teilnehmer setzen sich noch mal gezielt mit Krankheitsbildern auseinander, die in der gartentherapeutischen Intervention einen großen Bereich abdecken können.
Demenz, ADHS/ADS und Burnout/chronischer Stress sind Syndromgruppen, die explizit besprochen werden, um sowohl die medizinischen Grundlagen zu erfahren sowie fundierte praktische Anleitungen zum gartentherapeutischen Umgang mit diesen Menschen zu erlernen.

Einführung in die Psychologie und Gesprächsführung

Intervention und Motivation

Einen kurzen Einblick in die Psychologie vermittelt der erste Teil dieses Seminars.
Für jeden/jede Therapeuten*in ist es nicht nur wichtig zuzuhören, sondern er muss auch in der Lage sein, ein therapeutisches Gespräch zu führen. Dazu sind sowohl Kenntnisse zu Fragetechniken und Strategien zur Motivation und Intervention nötig.

Gartentherapie in der Prävention

Ein Schwerpunkt in der Ausbildung ist der präventive Ansatz in der Gartentherapie. Krankheiten verhüten und Gesundheit fördern – dafür ist die Gartentherapie wie keine andere prädestiniert. Durch die Arbeit im Freien wird das Immunsystem gestärkt, der Bewegungsapparat trainiert und das Herz-Kreislaufsystem angeregt.

Der Gartentherapeut* ein Beruf mit Zukunft.

Der Garten als Raum für therapeutische Angebote

Grundlagen der Freiraumplanung

Um einen Therapiegarten anzulegen, bedarf es grundlegender Kenntnisse sowohl der gesetzlichen Normen, als auch das Bestimmen und Auswählen geeigneter Pflanzen. Welche unterschiedlichen Gärten gibt es ? Was wäre ein sinnvolles Projekt für meinen Therapiegarten. Diese Fragen werden u.a. geklärt. Zusätzlich gibt es viele praktischen Tipps bei der Planung eines Therapiegartens.
Elemente der Landschaftsarchitektur werden in diesem Modul mit Gartenbau und therapeutischen Ansätzen verknüpft. Die Seminarteilnehmer*innen planen Nasch- und Nutzgärten, Duft- und Tastgärten, Jahreszeiten- und Ziergärten.

Ernährungsmedizin – „Eure Nahrung soll Eure Medizin sein“

  • Wo kommt meine Nahrung her ?
  • Wie kann ich mich gesund ernähren ?
  • Was sind gesunde Lebensmittel ?
    Diesen Fragen gehen wir nach, um geeignete gartentherapeutische Möglichkeiten zu finden Menschen zu begleiten. 80% aller Krankheiten sind ernährungsbedingt bzw. könnten mit einer ausgewogenen Ernährung positiv beeinflusst werden. Gartentherapeuten*innen kann hierbei unterstützend eingreifen.

Aromatherapie, Teeheilkunde-Salben & Co

Auch im Innenbereich werden Gartentherapeuten*innen aktiv. So werden in diesem Seminar theoretische Grundlagen zum Einsatz von Aromaölen und Teeheilkunde vermittelt. Das Ganze wird durch praktische Übungen ergänzt.

Wie reagiere ich im Notfall?

Bei der Arbeit mit Menschen, gerade im Außenbereich kann es immer wieder zu Unfällen und Notsituationen kommen. Hier ist die richtige Handlungsweise gefragt. Praxisnah und kompetent werden die Teilnehmer*innen darauf vorbereitet.

Vorbereitung des Praktikumstages

Das erlernte Wissen umzusetzen ist natürlich Ziel ein jeden Ausbildung. Wir bereiten thematisch und praktisch einen Einsatz in einer Pflegeinrichtung vor und trainieren im Vorfeld die einzelnen Arbeitsschritte.

Praxistag mit Senioren

Der Praxistag wird stationär in einer Einrichtung durchgeführt ( wenn möglich) und dient der praktischen Vertiefung des Erlernten. Der Schwerpunkt ist die Arbeit mit Senioren*innen. Anhand eines ausgewählten Themas, führen die Teilnehmer*innen selbständig eine Aktivierung durch.

spüren - lernen - leben - vermitteln

Schriftliche Prüfung

Die schriftliche Überprüfung soll zeigen, welche Kenntnisse die Teilnehmer*innen im Laufe des Jahres erworben haben. Dabei werden in 2,5 Stunden ca. 18 Fragen beantwortet. Das Ergebnis fließt dann in den Abschluss mit ein, der sich aus der praktischen, schriftlichen Prüfung sowie der Hausarbeit und der Verteidigung zusammensetzt.

Verteidigung der Hausarbeit

Die Abschlussarbeiten befassen sich schwerpunktmäßig mit einer eigenen Konzeption eines Therapiegartens. Die Absolventen*innen be­leuchten die unterschiedlichen Ansatzpunkte der Therapieeinrichtungen und vernetzen ihr Wissen in Vorträgen und Gruppendiskussionen.

Marketing & Coaching

Im Marketingteil sollen die Teilnehmer*innen das erlernte Wissen umsetzen. Sie entwickeln Strategien und Konzepte, um sich auf dem freien Markt zu positionieren.
Sie erhalten ein Coaching zum Thema: Wie präsentiere ich meine gartentherapeutischen Angebote?

Lassen Sie uns gemeinsam in Richtung Zukunft starten.